Bucheinbandkunst heute

Designers Bookbinders Competition 2013

Wer schöne Bucheinbände liebt, sollte einmal der aktuellen Ausstellung im Museum für Druckkunst Leipzig einen Besuch abstatten. Seit dem 18. Mai können dort die Ergebnisse eines internationalen Wettbewerbs, veranstaltet 2013 von der britischen Designer Bookbinders Association, bewundert werden. Gekürt wurden besonders gelungene Ideen der buchbinderischen Ausstattung und Gestaltung, wobei sich die Teilnehmenden – passend zum 450. Geburtstag des Dichters – thematisch von William Shakespeare und seinen Werken inspirieren ließen. Insgesamt 253 Arbeiten aus 31 Ländern wurden eingereicht, von denen nun eine repräsentative Auswahl von 82 Exponaten den Weg in diese Ausstellung gefunden hat.

Zu sehen gibt es Bücher in unterschiedlichster Form und Ausführung, mal edel und schlicht oder auffällig in schillernd bunten Farben. Obwohl sie alle hinter Vitrinen gesichert sind, möchte man sie am liebsten selbst in die Hand nehmen und fühlen, denn hier wurde mit unterschiedlichsten Materialien, wie Leder, Holz oder Pergament gearbeitet. Von samtig weich bis (marmor-)hart ist zeigen sich die Einbände. Auch beeindruckend umgesetzte Stickereien und Goldprägungen zieren die kleinen Gesamtkunstwerke.

Der erste Platz des Wettbewerbs ging an Dominic Riley aus Großbritannien. Er gestaltete einen Einband aus schwarzem und braunem Ziegenleder mit Blind- und Silberprägung inklusive eines verzierten Kopfschnitts. Die drittplatzierte Hannah Brown hingegen schuf eine Variante mit Drahtheftung und einem Einband aus purpurnem Leder. Auf ihrem Cover befinden sich Blumenstickereien mit Auflagen aus farbigem Leder und vergoldeten Messingstücken.

Diese besonderen Schmuckstücke sollte man sich nicht entgehen lassen. Noch bis zum 22. Juni 2014 gibt es Gelegenheit, die Ausstellung im Museum für Druckkunst zu besichtigen. Danach zieht weiter nach Madrid und Tokio, zuvor konnte sie bereits in London, Brüssel und Tallin besucht werden.