Bücher sind nicht nur zum Lesen da

Was gibt es Schöneres, als mit den Gedanken tief in einem Buch zu versinken? Man kann den Alltag vergessen und in eine andere Welt eintauchen. Neue, ganz individuelle Charaktere kennenlernen, sich in sie hineinversetzen, ihr Leben erleben. Es ist wohl eine der schönsten Beschäftigungen der Welt. Durch das Lesen von Romanen, Kriminalgeschichten oder anderen Werken lernt man nicht nur, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten, sich neue Wege zu überlegen und bei wichtigen Entscheidungen im eigenen Leben „alles mal anders zu machen“, auch der Bildung und Gesundheit kommt das Lesen zugute.

Aber – Bücher sind nicht nur zum Lesen da.


Es gibt viele Möglichkeiten aus Büchern mehr zu machen, als nur ein durchgelesener Staubfänger im Bücherregal. Warum dann nicht zum Beispiel ein außergewöhnliches Regal aus schwebenden Büchern bauen? Das hat bestimmt nicht jeder! Dafür benötigt man nur ein etwas dickeres Buch mit Hardcover, was danach aber nicht mehr gelesen werden kann, zwei Metallwinkel und eine Holzlatte. Als Handwerksutensilien sind Säge, Bleistift, Cutter, Schrauben, Schraubendreher, Bohrmaschine und doppelseitiges Klebeband bereitzuhalten. Im ersten Schritt muss man die Holzlatte in das Buch hineinlegen. Dabei sollte ca. ein Abstand von 1,5 cm zu den Seitenrändern herrschen. Mit dem Bleistift wird nun um das Holz rundherum gezeichnet und anschließend das entstandene Rechteck so tief ausgeschnitten, bis die Holzlatte im Buchblock vollständig versinken kann. Der Winkel wird dann an der Holzlatte angeschraubt und die restlichen losen Seiten des Buches werden zusammengeklebt, damit sie am Ende nicht herunterhängen. Nun wird auch an der gewünschten Stelle in die Wand gebohrt. Das kann zum Beispiel im Wohnzimmer über der Couch oder im Schlafzimmer anstelle des Nachttisches erfolgen. Nun wird der Winkel samt Buch an der Wand angeschraubt. So erhält man das erste schwebende Buch. Als letzter Schritt werden weitere Bücher auf dem ersten Buch gestapelt und mit doppelseitigem Klebeband fixiert, damit sie später nicht verrutschen. Ganz oben kann dann noch Dekoration wie zum Beispiel eine Vase oder ein Bilderrahmen aufgestellt werden. Ein echter Hingucker!

Auch für die Pflanzenliebhaber*innen unter uns gibt es schöne Ideen diese Leidenschaft mit Büchern zu verbinden. Vor allem alte und vergilbte Bücher eignen sich für diesen Dekorationstipp sehr gut. Man nimmt also einen alten Wälzer und höhlt den Buchblock so aus, dass noch genug Abstand zu den Seitenrändern besteht. Dann legt man Folie, zum Beispiel Gewächshausfolie, in dem Loch aus und klebt sie ein, damit das Papier später vom Gießwasser nicht beschädigt wird. Dann wird die Folie mit Erde gefüllt und man kann beginnen zu pflanzen. Sukkulenten eignen sich hier besonders gut, da sie nicht stark wurzeln und auch nicht allzu viel Wasser benötigen. Und fertig ist der neue Blumentopf!

Es gibt auch die Möglichkeit aus vielen Büchern einen stylischen Tisch zu bauen. Dafür müssen die einzelnen Bücher nur aufeinandergestapelt sein. Dabei können sie ordentlich übereinandergelegt oder versetzt gelegt werden, nach Farben sortiert oder wie man gern möchte. Für die Minimalisten*innen gibt es auch die Idee identische Bücher zu stapeln, um so eine Einheitlichkeit zu schaffen. In diesem Fall können die Bücher zum Beispiel bemalt, gestrichen oder besprüht werden. Je nachdem was man für einen Tisch haben möchte, ob einen Beistelltisch mit kleiner Ablagefläche oder einem Tisch wo nur die Tischbeine aus gestapelten Büchern bestehen, ist jedem selbst überlassen. Dieser Dekorationstipp ist sehr gut für Bücher gedacht, mit denen man nicht mehr weiß wohin, sie aber auch nicht wegschmeißen möchte.

Es gibt noch viele weitere spannende und interessante Dekorationsideen mit Büchern, die das eigene zu Hause noch einzigartiger machen. Einfach mal etwas selbst ausprobieren. Viel Spaß beim nachbasteln!

 

 

 

Autorin: Lisa Hermann