Franklin Gothic

 

Die serifenlose Linear-Antiqua Franklin Gothic wurde von 1903 bis 1912, im Auftrag der American Type Founders Company durch Morris Fuller Benton, gestaltet.

Während in Großbritannien und Deutschland die frühen serifenlosen Schriften als „grotesque“ bzw. „grotesk“ bezeichnet wurden, nannte man sie in den USA “gothic”, woher sich auch der Name der Franklin Gothic ableiten lässt. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in den USA bereits einige „gothic“-Schriftarten, doch Bentons Schöpfung war etwas Besonderes, da er sich vermutlich auch von deutschen „grotesk“-Schriften, wie der Basic Commercial oder der Reform der D. Stempels AG, hat beeinflussen lassen.

Neben der Franklin Gothic entwarf Benton noch weitere serifenlose Schriften, wie die Alternate Gothic, Lightline Gothic oder die News Gothic. Die News Gothic und die Lightline Gothic können durchaus auch als light-Versionen der Franklin Gothic bezeichnet werden. ITC Franklin Gothic ist eine auf Bentons Arbeit basierende Schriftfamilie – eine Zusammenstellung der beiden Künstler Victor Caruso und David Berlow. 1980 entwickelte Victor Caruso weitere Schriftschnitte zur originalen Franklin Gothic und 1991 fügte David Berlow dieser Arbeit noch mehrere Condensed und Compressed Schnitte hinzu. Die ITC Franklin Gothic ist damit eine sehr gut ausgebaute Schrift und bietet für jede Art von Gestaltung die Richtigen Schriftschnitte an.

Die Schrift scheint allgemein recht dunkel und durchweg monoton, was ihr ein robustes und modernes Aussehen verleiht. In den USA ist die Franklin Gothic eine, ähnlich wie die Helvetica oder die Univers hierzulande, sehr bekannte und gern genutzte Schrift. Auch in der Werbung hat sie eine große Bedeutung. So ist beispielsweise das Corporate-Design des ADAC mit einer Condensed-Variante der Franklin Gothic gestaltet.