DO’S and DON’TS im Satz

Egal ob SelfPublisher*in, Mediengestalter*in oder Schriftsetzer*in – jede*r von ihnen arbeitet mal mehr oder weniger mit Satz- und Layoutprogrammen. Diese sind für den*die ein oder andere*n anfangs völliges Neuland und sich in die komplexen Anwendungen einzuarbeiten dauert oftmals eine gewisse Zeit. Um Fehler zu vermeiden und ein harmonisches, gut lesbares Endergebnis zu erzielen ist es deshalb wichtig sich bereits während des Setzens und Layoutens an bestimmte Regeln zu halten. Einige dieser Do’s and Don’ts, werden im Folgenden näher erläutert.

 

1. Der Satzspiegel

DO: Jede Seite braucht einen Weißraumanteil. Deshalb ist beim Anlegen des Satzspiegels darauf zu achten, die Ränder so zu wählen, dass die Seite aufgelockert und luftig wirkt. Beispielsweise können die Randstege auf Basis von Verhältniszahlen ermittelt werden. Typische Verhältnisse sind z.B. 2:3:4:5 oder 2:3:4:6 (Bundsteg:Kopfsteg:Außensteg:Fußsteg).

DON’T: Zu schmale Ränder (Seite wirkt überladen). Ränder zu großzügig gewählt (dies ist nicht sonderlich wirtschaftlich und die Seite wirkt zudem leer).

Fazit: Immer auf ein harmonisches, ausgeglichenes Verhältnis der Ränder achten!

2. Die Schriftauswahl

DO: Schriften miteinander kombinieren. Neben dem gestalterischen Aspekt kann die Verwendung verschiedener Schriftarten auch zur Gliederung des Textes beitragen.

DON’T: Zu viele verschiedene Schriftarten. Schriftarten, die sich zu sehr ähneln, wie bspw. Schriften aus der gleichen Klassifikation. Schriften, die zu häufig benutzt werden (wirken langweilig).

Fazit: Sich trauen einzigartige Schriften zu verwenden und zu kombinieren, aber dennoch aufpassen, dass der Mix nicht zu bunt wird!

3. Die Mikrotypografie

DO: Darauf achten die richtigen An- und Abführungszeichen zu verwenden, sowie die richtigen Abkürzungen. Auch die Laufweite einer Schrift sollte je nach Schriftgrad angepasst werden um eine optimale Lesbarkeit des Textes zu garantieren (Versalien müssen immer gesperrt werden).

DON’T: Unechte Kapitälchen! Falsche Satzzeichen. Falsche Abkürzungen. Versalien, die nicht gesperrt wurden.

Fazit: Beim Bearbeiten des Textes sollte darauf geachtet werden, dass die richtigen Satzzeichen bzw. Abkürzungen verwendet werden. Ein richtiges Kerning ist genauso wichtig wie die Anpassung der Laufweite.

4. Der Umbruch

DO: Einzüge verwenden – diese lockern das Schriftbild auf und helfen bei der Orientierung im Text. Manuelle Zeilenumbrüche, geschützte Trennstriche einsetzen.

DON’T: Hurenkinder und Schusterjungen! Löchriger Blocksatz. Zu viele Zeichen pro Zeile. Silbentrennungen im Flattersatz.

Fazit: Auf ein harmonisches, gut lesbares Schriftbild achten, Trennungen ggf. manuell herbeiführen.

5. Die Farbauswahl

DO: Kontraste gezielt einsetzen. Farben können ebenfalls als Textauszeichnung verwendet werden, sie erleichtern das Auffinden bestimmter Textstellen oder dienen als Gliederungsebenen.

DON’T: Die Kombination zu vieler verschiedener Farben, Kontraste und Muster.

Fazit: Hier ähnlich wie bei der Schriftauswahl – weniger ist manchmal mehr! Wichtig ist hierbei, sich im Voraus mit der Wirkung bestimmter Farben auseinanderzusetzen.