USA

Von den Niederlanden führt uns unsere Reise durch die Buchmärkte ferner Länder nun in das „land of the free“, die Vereinigten Staaten von Amerika und ihren florierenden Buchmarkt.

 

Größe/Volumen

  • Einwohnerzahl: ca. 322 Millionen (2015)
  • BIP pro Kopf: ca. 57.000 (2016)
  • Anzahl der Verlage: ca. 90.000
  • Branchenumsatz: $27,8 Milliarden (2015)
  • Anzahl von Veröffentlichungen: ca. 305.000 (2013)
  • Verkaufszahlen Print und Digital: 23% Digital (Verkaufte E-books 2014: 510 Mio.), 42% Taschenbuch, 25% Hardcover (verkaufte Hardcover 2014: 568 Mio.)
  • Buchhandel: Es gibt eine Hand voll großer Filialisten, die den Buchhandel dominieren. Ein Name der hervorsticht ist Barnes & Noble.

 

Entwicklung/Trends

  • Entwicklungen des Buchmarktes: Seit ein paar Jahren gibt es eine starke Konzentration des Buchmarktes durch Zusammenschlüsse von Verlagen. Eine große Schere entsteht zwischen den Marktanteilen der großen, mittleren und kleinen Verlage: 80% des Marktanteils liegt bei den größten fünf Verlagen. Die stärksten Unternehmen des Marktes sind Barnes & Noble (stationärer Buchhandel) und Amazon (online), zusammen haben diese zwei Firmen 65% Marktanteil. Die Zahl der unabhängigen Buchhandlungen steigt jedoch stetig an.
  • Trends und Aktuelles: Das gesamte Wachstum der Branche stagniert und geht sogar leicht zurück. Zwischen 2009 und 2014 sank der Umsatz von 30 Milliarden auf 29 Milliarden US-Dollar. Der Zweig des Self-Publishing gewinnt immer mehr an Bedeutung, wohl nicht ohne Mitwirken vom Online-Riesen Amazon.
  • Umsatz des Buchmarktes: Die USA beanspruchen 26% des globalen Buchmarktes für sich. Der Gesamtumsatz von Belletristik allein lag 2012 bei 6,64 Milliarden US-Dollar.

 

Produkte

  • Printbücher vs. E-Books: Allgemein gibt es einen Rückgang bei den E-Book-Verkäufen. Die Verkaufszahlen sanken von 234 Millionen E-Books im Jahr 2014 auf nur noch 204 Millionen 2015. Gleichzeitig stieg der Absatz im Printbereich 2015 um 2,3% im Vergleich zum Vorjahr 2014.
  • Verlagsbünde/-verbände/Vereine...: Die Verbände in den USA sind wohl die wichtigsten Einflussnehmer auf die Branche. Auf dem US-amerikanischen Buchmarkt gibt es ausschließlich Berufsverbände, das heißt verschiedene Berufsgruppen, wie Verleger oder Buchhändler schließen sich zusammen, um gemeinsame Interessen durchzusetzen. Einen allgemeinen Branchenverband, nach deutschem Beispiel, gibt es in den USA nicht. Der bekannteste Buchclub ist Oprah’s Book Club, welcher von der bekannten Fernsehmoderatorin Oprah Winfrey mit gegründet wurde. Der Club hat ca. 2 Millionen Mitglieder, die den Markt durch ihre Käufe der ausgewählten Bücher maßgeblich beeinflussen.
  • Buchpreisbindung und Co.: Da Bücher in den USA nicht preisgebunden sind, entscheidet der Buchhändler über die Preispolitik seiner Bücher. Der durchschnittliche Preis ist dabei stark vom Format abhängig. In den Jahren 2013/2014 kostete ein Hardcover im Durchschnitt $26,63, ein Softcover normaler Größe $15,49. Das dazu passende E-Book lag bei $12,99 und das Softcover im Taschenformat (Mass Market Paperback) $4,50 bis $7,50.

 

Nutzer/Kunden

  • Die Buchmesse: Es existiert lediglich eine internationale buchbezogene Messe, die BookExpo America (BEA), die 2016 in Chicago stattfand. Auf der Messe zu finden waren 2.000 Aussteller aus 23 Ländern.
  • Das Kundenverhalten:  Im Moment steigt die Beliebtheit der Käufe von E-Books und Büchern über den Online-Handel stark an. Es stellt sich also die Frage, inwiefern Buchhandlungen in Zukunft in den USA vertreten sein werden.