Michael Schack – Herstellungsleiter

 

Name: Michael Schack

Matrikel: VH 93 Aktueller

Arbeitgeber: Carlsen Verlag / Hamburg

Aktuelle Tätigkeit: Herstellungsleiter

Datum des Interviews: 12.10.2011

Nach drei Jahren verließ er die Britischen Inseln um folgend für acht Jahre bei der Bertelsmann-Tochter wissenmedia in Gütersloh tätig zu sein, zunächst als Hersteller, die letzten 2 Jahre als Produktionsleiter. Seit gut 1 1/2 Jahren ist er nun Herstellungsleiter beim Carlsen Verlag in Hamburg.

Neben den üblichen Aufgaben eines Herstellungsleiters wie der Festlegung von Qualitätsstandards und der Führung eines 15-köpfigen Teams ist er dafür verantwortlich, die Workflows für verschiedene Produktlinien zu entwickeln, Produktionsprobleme zu klären und Produktionsabläufe abzustimmen.

Michael Schack ist außerdem mit der Teamleitung betraut, im Carlsen Verlag eine Software zum Digital Asset Management zu etablieren und begleitet ein konzernweites Projekt zur Einführung eines neuen Titelinformationssystems. Die Erwartungen seine berufliche Zukunft betreffend, setzt Michael Schack auf den um sich greifenden Medienwandel. Er sieht den derzeitigen Findungsprozess der Branche als Herausforderung und Chance für die Verlage.

Seine Diplomarbeit befasste sich schon 1998 mit dem Thema des technologischen Wandels in der Verlagsbranche und »e-commerce «, wie es damals genannt wurde, als Handlungsoption. Wenn der heute 39-jährige Michael Schack auf seine Studentenzeit an der Fakultät Medien zurück blickt, sieht er die Ausbildung als grundsätzlich sehr gut und fundiert. Einige Dinge sieht er auch mit kritischen Augen. Die Verlagswelt wird immer komplexer und Ausgangspunkt vieler Veränderungen im Herstellbereich sind neue Technologien. Sich solchen Veränderungen positiv, ja lustvoll und dabei mit Augenmaß zu nähern, sich auf komplexe neue Technologien einzustellen, ohne alle Kenntnisse darüber bereits zu haben, sind wichtige Eigenschaften, auf die das Studium vorbereiten kann.

Zu seiner Zeit kam dies mitunter zu kurz. Michael Schack rät heutigen Studierenden der Buch- und Medienproduktion, sich schon im Laufe des Studiums eine Spezialisierung zuzulegen, die sie später besonders machen kann, z.B. Programmieren lernen oder Illustrator-Profi werden. Richtig gut in einem spezifischen Gebiet zu sein, das ihm oder ihr dabei auch wirklich am Herzen liegen sollte, wird von den Arbeitgebern dankbar aufgenommen. Am Ende zählen neben den fachlichen Qualifikationen Herzblut und die Begeisterung für den Beruf.